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Das Buch zum Sonntag: "Auf die Hand"

Auf die Hand

Da ich es in letzter Zeit ja entgegen meiner Befürchtung doch relativ regelmäßig schaffe, euch Sonntags ein Buch vorzustellen, gibt es ab jetzt für diese feste Institution einen Namen: unter dem Namen "Das Buch zum Sonntag" gibt es hier nun wirklich immer wieder Sonntags ein Buch, welches mir besonders gefällt und welches ich euch auf keinen Fall vorenthalten möchte.
So ein Buch ist auch Auf die Hand* von Stevan Paul dem beliebten Kochbuchautor, Rezeptentwickler, Blogger und so viel mehr, erschienen im Brandstätter Verlag, in dem auch schon das ganz fantastische "Deutschland Vegetarisch" erschienen ist, aus dem es hier zuletzt  das vegetarische Labskaus gab!

Auf die Hand ist mit 272 Seiten ein ziemlich dickes und umfangreiches Werk und enthält dementsprechend auch eine Menge Rezepte und Stories. So enthält jedes Kapitel neben Rezepten auch noch spannende Geschichten rund um die im Buch vorgestellten Snacks, so geht Stevan Paul unter anderem der Frage nach, ob ein Hamburger tatsächlich aus Hamburg kommt und wer jetzt eigentlich diese Currywurst erfunden hat. Darüberhinaus werden in jedem Kapitel interessante Street Food-Köche aus unserer Hauptstadt porträtiert.

Schon auf den ersten Blick ist Auf die Hand* ein total ansprechendes, unaufgeregtes und appetitliches Buch, der Einband, wie auch der Innenteil sind matt gehalten, alles wirkt sehr pur, geradlinig und bodenständig, eben irgendwie so, wie ich es mir von Stevan Pauls Büchern erhoffe.


So ist das Buch aufgebaut:

Nach einem Vorwort von Autor Stevan Paul gliedert sich das Buch in die folgenden Kapitel:
  • Klassiker: Hier findet man wirklich alle Klassiker von Fish&Chips über Corn Dogs hin zum Gyros
  • Burger: Ausser den üblichen Verdächtigen findet man hier unter anderem einen rustikalen Röstiburger oder einen asiatisch angehauchten Shisoburger
  • Toasts & Sandwiches: Hier gibt es neben dem klassischen Club-Sandwich ein Meatball-Marinara und süßen French Toast
  • Hot Dogs: Ihr denkt bei Hot Dogs immer an Wurst in weichem Brötchen-jo stimmt, aber es gibt nich viel mehr Varianten, wie Stevan Paul hier zeigt: zum Beispiel eine edle Lobster Roll oder eine Breakfast-Roll.
  • Abendbrot & Imbiss: Hier gibt es vor allem rustikales wie Handkäs oder Mettbrötchen
  • Drüber, Drunter, Drauf, Dazu: In diesem letzten Kapitel gibt es tolle Ideen für Toppings, Saucen oder Beilagen, die man zu Butterbrot und Burger essen kann.

Auf die Hand

Das habe ich für euch ausprobiert:

  • Halloumi-Burger: würzige Alternative zum "fleischigen" Original und ist vor allem auch noch nach Feierabend kein Riesenaufwand (mein Tipp hier: wenn ihr Burger Buns backt, macht immer ein paar auf Vorrat und friert sie ein, dann ist so ein Burger wirklich im Nullkommanix fertig)
  • Riesenpilz-Burger: in Ermangelung von Portobellos habe ich braune Champignons in Scheiben geschnitten und in der Kräuterbutter gebadet und ehrlich gesagt: Noch besser geht doch gar nicht!
  • Handkäs mit Musik: Diese hessische Spezialität habe ich sehr lange gemieden, diese Variante hier ist aber tatsächlich sehr ok.
  • Zapiekanki: Polnische Baguettes mit Sauergemüse-auch das ein schnell gemachtes und trotzdem köstliches Abendbrot
  • Blitz-Pickles: die schnelle Alternative zu normalen Pickels und ein muss zum polnischen Zapiekanki.
Auf die Hand

Das hat mit besonders gut gefallen:

  • Die Bilder: die Bilder sind sowas von nach meinem Geschmack! Das Essen und nichts als das Essen steht im Vordergrund des Bildes, dabei ist alles schön clean, ohne steril zu wirken, was vom matten Druck noch unterstrichen wird. Auch die Bilder in den Reportagen wirken immer authentisch und unaufgeregt.
  • Die Rezepte: alle Rezepte sind einfach und mit "normalen" Mitteln umsetzbar und auch für Kochanfänger nachvollziehbar aufgebaut
  • Die Rezeptauswahl: hier ist alles drin, es wurde an jedes erdenkliche Streetfood gedacht, ausserdem ist ein Großteil der Rezepte Feierabendtauglich, sprich recht schnell zubereitet.
  • Die Reportagen: Ich finde es wirklich eine gelungene Idee in jedem Kapitel einen Streetfood-Koch vorzustellen, ich hab mir auch gleich Notizen für meinen nächsten Berlin-Besuch gemacht um einigen von ihnen mal einen Besuch abzustatten.

Das hat mir nicht ganz so gut gefallen:

  • Die fehlenden Lesebändchen: ich habe das Gefühl, die kleinen Dinger kommen aus der Mode, in letzter Zeit fällt mir immer häufiger auf, dass die Bücher keine mehr haben. Ich bin trotzdem der Meinung, bei einem so tollen Buch, wie "Auf die Hand" sollten mindestens drei Stück integriert sein.
  • Der Schwerpunkt Berlin: Ein kleines bisschen schade  finde ich es, dass ausschließlich Streetfood-Köche aus Berlin vorgestellt werden. Mir ist durchaus klar, dass in unserer Hauptstadt Trends gesetzt werden aber auch in den anderen, bzw. kleineren Städten der Republik gibt es coole Street Food-Ideen-aber das ist vielleicht Stoff für ein weiteres Buch?
Auf die Hand


Mein Fazit:

Ganz großes Kino-ich bin wirklich total begeistert, weil das Buch  (und das ist wirklich selten) genau so ist, wie ich es mir gewünscht und erhofft habe. Es ist alles drin, was man "auffe Hand" essen kann und alle Rezepte sind total alltagstauglich. Alles in allem ein klasse Buch und ab jetzt mein Standardwerk für Sandwiches und co.!

Und das sagen die Kollegen:



Auf die Hand*
Stevan Paul
272 Seiten
ISBN: 3850338126
Brandstätter Verlag



*Affiliatelink

Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, meine Meinung bleibt davon komplett unberührt. Ich schreibe was sich denke. Sowieso.

Geschenktipp auf den letzten Drücker: Buchvorstellung "Kandierte Orangen"

Tadadadaaa-ich präsentiere: Mein neues Design!!! Natürlich ist es noch nicht zu 100% ausgereift und ich muss noch hier und da nachfeilen, aber das wird alles in den nächsten Wochen passieren, bis mir dann alles so passt, wie ich es möchte! Heute gibt es von mir noch einen dritten und letzten Geschenktipp, welcher heute nochmal ein Buch beinhaltet:  Kandierte Orangen*, ein Buch das ihr getrost nicht nur an Kochbuchfans verschenken könnt sondern auch an Menschen, die gern Reisen oder überhaupt an alle die schöne Bücher lieben!


Kandierte Orangen* ist das zweite Buch der polnischstämmigen Australierin Beata Zatorska und mit seinem Format und ganzen 320 Seiten hat man auch richtig was in der Hand, der gesamte Einband und auch die Innenseiten sind matt gestaltet, dies unterstützt den ohnehin schon hochwertigen ersten Eindruck des Buches.
Das erste Buch der Autorin, Rosenmarmelade* , welches ich selbst leider noch nicht kenne, ist wohl das sommerliche Pendant zu "Kandierte Orangen".
Die Autorin nimmt uns Leser nicht nur mit auf eine zauberhafte Reise durch das winterliche Polen sondern gleichzeitig auch auf eine Zeitreise in ihre Kindheit in Polen und ist somit viel mehr als nur ein Kochbuch.
Die Autorin erzählt so liebevoll von ihrer Kindheit in Polen, dass mir ganz warm ums Herz wurde und trotzdem wirken die Erzählungen nie kitschig oder überzogen, die wunderschönen Fotografien und Bilder tragen ihr übriges zu diesem großartigen Gesamteindruck bei.


So ist das Buch aufgebaut

  • Eine Kindheit in Polen: Dieses Kapitel ist gleichzeitig Vorwort als auch Liebeserklärung an die "Mama Dunga" von Beata Zatorska, die zweite Mutter, wie sie ihre Großmutter nannte und hier beginnt auch die Reise nach Polen und die Reise in Beata Zatorskas Kindheit für uns Leser. Wir starten in Jelena Gora, der Ort, in dem die Familie der Autorin lebte und sie teilt in diesem Kapitel auch das Rezept, für jene Orangenschalen, welche dem Buch seinen Titel verliehen haben.
  • Der Winter naht: Weiter geht die Reise, unter anderem nach Warschau und Lublin und zu Essen gibt es wunderbar saftigen polnischen Käsekuchen.
  • Advent: Wir ziehen gemeinsam mit der Autorin weiter nach Krakau, wir erfahren, wie der Nikolaustag und das Chanukkafest in Polen gefeiert werden und Beata Zatorska teilt ihr Rezept für Pierogi mit Sauerkraut und Pilzen mit uns.
  • Weihnachten zu Hause: Jetzt wird es richtig festlich, wir erfahren unter anderem vom gemeinsamen Baumschmücken und dem Wigilia, dem in Polen üblichen Festmahl und die Autorin schwärmt unter anderem von Weihnachtskraut und Mohndessert.
  • Ein neues Jahr: In diesem Kapitel erzählt die Autorin von jenem Jahr, in welchem sie ihr ersten Schlittschuhe geschenkt bekam und es gibt cremiges Orangeneis und ein neues Silvesterkleid.
  • Winterferien: Wir ziehen in diesem Kapitel weiter nach Krummhübel, vorbei an den masurischen Seen nach Lodz, serviert wird unter anderem polnischer Schweinebraten und süßer Honigkuchen.
  • Auf diese kapitel folgen noch eine Rezeptliste und eine Danksagung, sowie eine Karte Polens, auf welcher die Orte der Reise verzeichnet sind

Diese Rezepte habe ich für euch ausprobiert:

Auch wenn das buch einfach nur wunderschön ist und man sich sehr schnell beim Blättern darin verlieren kann, habe ich natürlich für euch etwas daraus nachgekocht, de auch das gehört zu einem Kochbuch nun mal dazu. Die Rezepte sind insgesamt sehr bodenständig und rustikal, aber das ist auch genau das, was ich von einem eisigen Winter in Polen erwarte!


  • Lubliner Graupenkuchen: Ich hasse Graupensuppe und genau deshalb habe ich den Graupenkuchen ausprobiert und ich muss sagen, es ist wirklich eine gutes Rezept, um sich langsam wieder an die ungeliebten Graupen heranzutasten
  • Rote-Bete-Suppe: Rote-Bete ist immer gut, hier mit kleinen Pilzteigtaschen, DIE Suppe nach einem kalten Winterspaziergang
  • Honigkuchen: unglaublich saftiger weicher Honigkuchen, so muss er schmecken!


Das hat mir besonders gut gefallen:

  • Der Gesamteindruck: Das Buch wirkt so unglaublich liebevoll und hochwertig, wie es leider heute kaum noch zu finden ist. Die Fotos und Bilder sind wunderschön und rustikal, jedoch nie kitschig, immer authentisch, dazu tragen vor allem die Erzählungen der Autorin, die matte Gestaltung und die alten Bilder der Großmutter bei: unglaublich schön!
  • Die Rezepte: Man merkt, dass sind erprobte Rezepte, da kann nichts schiefgehen. Die Autorin versucht nicht übermäßig gewollt moderne Rezepte zu präsentieren, sondern die Gerichte, die ihr Kindheit in Polen begleiteten und genau das macht die Rezepte so toll, sie sind unprätentiös und authentisch!
  • Der Aufbau: Das die Autorin die Leser mit auf zwei Reisen nimmt, eine in ihre Kindheit und eine durch Polen mag ich total, zum einen, weil es so schön erzählt ist, dass man sich komplett darin verlieren kann und zum anderen weil es einfach mal was anderes ist als der typische Kochbuchaufbau.


Das hat mir nicht so gut gefallen:

  • Das ist jetzt glaube ich das allererste mal, dass ich das schreibe: gar nichts! Ich veröffentliche zwar keine Verisse wie ihr wisst, weil ich nur Empfehlungen aussprechen möchte, aber irgendwas Kleines ist ja immer und wenn es nur das fehlende Lesebändchen oder der Polstereinband ist ...hier nicht!"Kandierte orangen" ist einfach unglaublich schön!
Fazit: Einfach schön-genau deshalb stelle ich euch das Buch so kurz vor knapp noch vor, vielleicht braucht ja der ein oder andere noch ein Geschenk und wenn nicht: schenkt es euch doch einfach selbst, ihr werdet es nicht bereuen. Und wie gesagt, es ist definitiv mehr als ein Kochbuch. Es ist Kochbuch, Biographie, Bildband und Märchenbuch in einem: unbedingte Kaufempfehlung!!!

Kandierte Orangen*
Beata Zatorska und Simon Target
320 Seiten
ISBN 9783836921008
www.gerstenberg-verlag.de

*AffiliatelinkDas Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, meine Meinung bleibt davon komplett unberührt. Ich schreibe was sich denke. Sowieso

Geschenktipp auf den letzten Drücker: Buchvorstellung "Lust auf Backen"

Ihr seht noch ist alles beim Alten, aber ich arbeite im Hintergrund mit Hochdruck daran, das neue Kleidchen des Blogs auf jeden Fall noch in diesem Jahr, im besten Fall noch vor Weihnachten fertigzustellen, aber erstmal läuft hier auf der kleinen "Baustelle" alles so weiter wie gewohnt.
Falls ihr noch auf den allerletzten Drücker Weihnachtsgeschenke besorgen müsst, habe ich heute noch einen kleine Vorschlag für euch Zumindest falls es sich bei dem Beschenkten um jemanden handelt, der gern backt): Lust auf Backen* aus dem GU-Verlag!
Der Autor, Hannes Weber backt auch im SWR-Fernsehen, und ist daher vielleicht einigen von euch schon bekannt. 


Lust auf Backen


So ist das Buch aufgebaut:

Das Buch ist etwas größer als DinA4 und 240 Seiten stark und lockt mit dem Bild eines saftigen Guglhupfs mit Schokoguss auf dem Cover und macht mit Bildern von  leergefutterten Blechen im Innenteil des Einbandes neugierig auf die Rezepte.
Alle Bilder im Buch sind sehr appetitlich und eher schlicht arrangiert und wirken dabei trotzdem sehr liebevoll, dabei ist fast jedes Rezept bebildert.
Insgesamt wirkt das Buch sehr modern, vor allem auch durch die derzeit sehr angesagten dunklen Fotosets.
Zu Beginn jedes Kapitels gibt es immer eine Schritt-für Schritt-Anleitung für den jeweiligen Grundteig und dann folgen Rezepte, die darauf basieren.

Gegliedert ist das Buch wie folgt:

  • Vorwort: Das einseitige Vorwort besteht in der Hauptsache einer kurzen Vorstellung des Autors
  • Bevor es losgeht: Dieses Kapitel enthält zahlreiche Tipps für den Kauf von Backzutaten und Küchengerätschaften bzw. Backhelfern, dabei wird vor allem darauf eingegangen, was man wofür benötigt und was beim Kauf zu beachten ist.
  • Mürbeteig: dieses Kapitel enthält süße Tartes, gedeckte Kuchen sowie knuspriges Kleingebäck, alles rund um den Mürbeteig
  • Hefeteig: Hier findet man Guglhupf, Zopf und Teilchen.
  • Rührteig: Vom schnellen Kuchen, über kleine Muffins bis hin zur Torte ist alles mit Rührteig dabei
  • Biskuit: Dieses Kapitel enthält sowohl Kleingebäck als auch aufwändige Torten
  • Strudel-, Brand- und Blätterteig: In diesem Kapitel werden die drei etwas kniffligeren Teige vorgestellt und dazu passende Rezepte wie Strudel, Eclairs und Croissants
  • Brot und Brötchen: Hier dreht sich alles um Sauerteig und co, der Schwerpunkt liegt dabei auf schwäbischen Brotsorten.
  • Bäckersprache: Dieses letzte Kapitel ist eine Art Begriffsregister oder FAQ rund ums Backen
Lust auf Backen

Diese Rezepte habe ich für euch nachgebacken:


  • Gedeckter Apfelkuchen: Ein großartig, saftiger Apfelkuchen, den ich mittlerweile schon drei Mal gebacken habe, ein bisschen wie früher bei Oma. Besonders hilfreich war der Tipp, die Äpfel vorher zu blanchieren, so bleibt die "Decke" später stabil.
  • Dresdner Eierschecke: In Dresden wohl ein Klassiker, bei uns eher unbekannt, dort allerdings mit Rosinen-mir kommt die Variante ohne aus dem Buch natürlich sehr entgegen ;-) habe ich doch akute Rosinen-Intoleranz.
  • Donauwelle: War ok, aber eher ein Kuchen "nach Donauwellen-Art", für mich gehört einfach Buttercreme zu ner Donauwelle dazu.
  • Kirsch-Vanille-Strudel: Superlecker! Zum ersten Mal Strudelteig gemacht und gleich gelungen-aber es ist schon etwas trickreich, holt euch beim ersten Mal am besten jemanden zum "ausziehen" dazu ;-).
  • Mehrkornbrot mit Roggen: Klein, knusprig, körnig, lecker-das Rezept werde ich demnächst noch vorstellen!


Das hat mir gefallen:

  • Die Schritt-für-Schritt-Anleitungen: Aufs sowas steh ich bekanntermaßen total. ich kann zwar mittlerweile Rührteig, Hefeteig und Konsorten aus dem Effeff, aber das Buch richtet sich ja ausdrücklich auch an Backanfänger und da finde ich es schon sehr wichtig, sich auch an den Bildern orientieren zu können und beim Strudelteig kam mir das persönlich auch sehr entgegen.
  • Die Rezeptauswahl: Mir gefällt besonders die Mischung aus altbekannten Klassikern wie Frankfurter Kranz, Laugenbrezeln und Apfelstrudel und neuen oder neuinterpretierten Rezepten des Autors, wie Gin-Lemon-Torte, Mandel-Schoko-Kuchen und Cranberry Stollen.
  • Die Bilder: Die Bilder sind allesamt genau nach meinem Geschmack- schlicht, appetitlich, hell (auch die dunklen Bilder strahlen auf ihre Art), ohne Chichi, authentisch uuuund: jedes Rezept ist bebildert, das mag ich einfach sehr.

Das hat mir nicht ganz so gut gefallen:

  • Die fehlenden Lesebändchen: Schade! Für so ein schönes Buch wünsche ich mir mindestens 3, Bitte!
  • Der Schwierigkeitsgrad: Klar, dass Buch richtet sich an Backanfänger, aber es wäre trotzdem an der ein oder anderen Stelle schön gewesen auch einige etwas anspruchsvollere Rezepte zu haben, die hätten mich dann noch ein bisschen zusätzlich herausgefordert ;-) das ist aber eigentlich echt nur ein klitzekleines Manko.

Fazit:

Wenn ihr also noch ein Geschenk für einen ambitionierten Backanfänger oder Hobbybäcker sucht oder euch einfach selbst was hübsches gönnen wollt, kann ich euch dieses hübsche und unprätentiöse Buch wärmstens empfehlen, denn es macht wie der Titel schon sagt, wirklich "Lust auf Backen". Bedenkt dabei aber immer, dass es sich eher an Backanfänger richtet, wie sich am Aufbau un der Auswahl der Rezepte zeigt.


Hannes Weber
240 Seiten
ISBN 978-38334841781
www.graefe-und-unzer.de

*Affiliatelink

Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, meine Meinung bleibt davon komplett unberührt. Ich schreibe was sich denke. Sowieso.


Buchvorstellung: Kochwerkstatt


Immer wieder Sonntags *sing* ist ja jetzt Bücherzeit…na gut heute ist zwar schon Montag aber ein Tag, was ist das schon ;-) heute ist also Buchmontag, aber nur ausnahmsweise, weil mein Wochenende so vollgestopft war mit tollen Sachen, da bin ich nicht zum Rezensieren gekommen.

Heute stelle ich euch einen richtig dicken Schinken vor, der viel mehr ist als nur ein Kochbuch: Die Kochwerkstatt* von der Stiftung Warentest. Ein Rezept daraus habe ich euch hier schon vorgestellt, die köstlich-saftigen Mohnkuchen. Die Autoren des Buches Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhöfer kenne ich schon lange, also nicht persönlich, sondern aus ihrer Kochsendung im WDR, wo sie in einer unglaublich hübschen Küche bodenständige und köstliche Rezepte präsentieren. Ausserdem besitze ich auch schon ein Buch der beiden, nämlich „Österreich- Küche, Land und Leute"*, aus dem ich euch auch schon mal die gebackenen Radieschen und die Topfenknödel vorgestellt habe.





Beschreibung

Die Fakten:

Die Kochwerkstatt ist mit 480 Seiten ein richtiger "Brocken" - Der Einband ist matt gehalten, wie auch die Fotos im Innenteil mattiert sind und es enthält sehr sehr viele Bilder der darin vorgestellten Geräte, der Rezepte und auch einige bebilderte "Schritt für Schritt"- Anleitungen. 


Wie ich oben schon erwähnt habe, ist die Kochwerkstatt vielmehr als nur ein Kochbuch, sie ist eher ein Handbuch mit Rezepten, denn in jedem Kapitel wird ein mehr oder weniger wichtiges Küchengerät- oder Gadget vorgestellt, welches dann ausführlich beleuchtet wird (dazu aber später mehr), mit jeweils dazu passenden Rezepten.


Aufbau des Buches:

-Einleitung (die Einleitung ist wie das Buch: sehr umfangreich, sie umfasst ganze 9 (!) Seiten)

-Das Wunder des Elektromotors (hier werden unter anderem Stabmixer, Nudelmaschine und der Thermomix vorgestellt)

-moderne Feuerstellen (hier findet man alles zu Backofen, Grill oder Fritteuse)

-Töpfe und Pfannen (hier werden unter anderem Wok, Spezialtöpfe und Bräter besprochen)

-Handwerkszeug (hier werden Mixer, Mühlen und Siebe unter die Lupe genommen)

-Die ideale Küche (auf was sollte man bei der Planung achten, wie sollte diese aufgebaut sein)

-Rezeptregister (alle Rezepte des Buches werden hier  in alphabetischer Reihenfolge gelistet)




Neben der Beschreibung und der Erläuterung der Funktionen der einzelnen Küchengerätschaften, gehen die Autoren im jeden Abschnitt darauf ein, ob und für welche Ansprüche das jeweilige Gerät wirklich sinnvoll ist. Ausserdem werden Tipps für den Kauf der Geräte gegeben sowie für den Umgang mit ihnen, darüberhinaus zeigen die Autoren vor allem bei hochpreisigen Geräten nützliche Alternativen auf.


Im Anschluss an die ausführlichen „Einweisungen“ in die Geräte folgen dann die passenden Rezepte dazu, welche  aus Klassikern der Küche und  ihren Abwandlungen (wie etwa Mayonnaise und Aioli) aber auch einigen interessanten neuen Rezeptideen der Autoren, wie etwa der Tomagrette (einer feinen Tomatencreme-Vinaigrette) besteht.


Diese Rezepte habe ich ausprobiert:


Kleine Mohnkuchen: lockere und saftige Kaffeestückchen, ganz besonders lecker mit Vanillesauce


Gestreifte Salamibissen: witziges und schnell gemachtes  Fingerfood, passt klasse zum Bier


Apfelkuchen mit Eierguss: süß und saftig, ein bisschen wie bei Oma


Brotzeitwaffeln: eine herzhafte Variante der klassischen Waffel, richtig kräftig im Geschmack-wir haben sie mit Spundekäs, Zwiebelchen und einem großen Glas Riesling genossen


Coq au Apfelwein: sehr sehr großartige fruchtige Variante des klassischen Coq au Vin-am besten nur mit Baguette genießen


Die besten Bratkartoffeln: absolut ok, aber ich bleibe aus Nostalgiegründen bei meiner Variante aus rohen Kartoffeln


Das hat mir gut gefallen:


Die Erläuterungen:
Die Erläuterungen der einzelnen Geräte sind wirklich klasse, zum Einen, weil sie so ausführlich sind und zum anderen, weil Sie so reflektiert sind und sowohl Vor- als auch Nachteile aufzeigen. 
Besonders für teure Geräte wie etwa den Thermomix oder den Pacojet ist es mal spannend eine so objektive Erläuterung zu lesen.


Die Auswahl der beschriebenen Geräte:
Im Buch werden (fast) alle bekannten Klassiker, wie etwa der Stabmixer, der Handmixer oder ein Bräter vorgestellt, aber eben auch verschiedene Großgeräte wie Backöfen oder Grills. 
Teure Geräte wie der Pacojet sind dabei aber auch kleinere für mich eher unbekannte Geräte wie ein Airfryer oder ein elektrisches Fleischmesser werden beleuchtet-verdammt interessant, mal so zusammengefasst in einem Buch über all diese verschiedenen Dinge einen überblick zu bekommen.


Die Kombination von Gerät und Rezept:
Durch die an den Vorstellungsteil anschließenden Rezepte wird es für mich konkreter, fassbarer, was ich mit den einzelnen Geräten alles machen kann, sofern ich sie nicht sowieso schon kenne. 


Die Making-Of-Bilder:Ich mag ja eh reich bebilderte Bücher, das dürfte hinlänglich bekannt sein und ich mag Making-ofs und gerade für komplizierte Zubereitungen oder kleinschrittige Rezepte find ich es super, dass in dem Buch einige davon untergebracht sind

Das hat mir nicht so gut gefallen:


Die fehlenden Lesebändchen:
Kein einziges Lesebändchen in einem 480 Seiten Buch? Das find ich echt schade, vor allem weil es nicht nur kochbuch, sondern auch Nachschlagewerk ist, würde ich sehr gern mal darin markieren...Schaaade

Die Rezeptbilder:
Leider leider leider sind die Rezeptbilder teilweise nicht so ganz nach meinem Geschmack, einige kommen ein wenig "old school" daher und wirken leicht angestaubt, was echt schade ist.

Mein Fazit:

Insgesamt gilt meinerseits eine Kaufempfehlung für alle, die nach einem Standardwerk der modernen Küchentechnik suchen. Die Kochwerkstatt ist natürlich kein Buch, welches ich mir kaufen würde, weil es so besonders hübsch ist und nett anzusehen ist, sondern vielmehr wegen seiner unglaublich umfangreichen Informationsfülle. Und genau das macht es auch so empfehlenswert, vor allem in Kombination mit den Basisrezepten und ihren zahlreichen Abwandlungen. Ich werde das Buch in Zukunft immer wieder mal zur Hand nehmen, wenn die Anschaffung eines neuen Küchengerätes ansteht und ich nicht ganz sicher bin, ob die Anschaffung eines Gerätes wirklich Sinn macht und vor allem, auf was beim auf zu achten ist.

Die Kochwerkstatt*
Martina Meuth & Bernd Neuner-Duttenhofer
ISBN: 978-3868514094
www.test.de



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